Schwitzen in Bochum (von Armin Goldner)
6:15 Uhr der Wecker klingelt – wach werden naß geschwitzt. 32 Grad im Zimmer. Muß das sein???
Gestern waren 40 Grad im Büro – arbeiten müssen.
Scheiße habt Ihrs gut.
Ich denk an Euch.
Armin
6:15 Uhr der Wecker klingelt – wach werden naß geschwitzt. 32 Grad im Zimmer. Muß das sein???
Gestern waren 40 Grad im Büro – arbeiten müssen.
Scheiße habt Ihrs gut.
Ich denk an Euch.
Armin
7.00 Uhr Ulla weckt die Meute mit einem bezauberndem Laecheln und Kaffeeduft, mit dem ersten Wassertaxi des Morgens geht es zu den beruehmten Wasserfaellen im Nationalpark Krka. Die Eindruecke sind nicht zu beschreiben, dort muss man gewesen sein. Die zweite Tageshaelfte kreuzen wir hart am Wind, Penelope schnurrt nur so durch die Wellen, vorbei an Inseln und Inselchen, Waldbraenden, Loeschflugzeugen u.v.m. Der Bordchor schmettert Seemannslieder und feuert Fritz zu etwas mehr ratsch, ratsch, ratsch an. Heute sind diverse Schwerverletzte zu vermelden: Ulla, Siggi, Michael – alle Patienten kommen aber ohne Amputation davon. Dieser Tag scheint die Crew geschafft zu haben (oder aber es sind die Nachwehen diverser zurueckliegender Exzesse, Anm. d. Red.) – sonores Schnarchen ab 22.30 Uhr. Nur der Skipper und seine Braut machen noch einen Besuch bei einem befreundeten Boot. Im uebrigen haben sich die Skipper an Bord wieder vermehrt!
Nach Einkauf im wirklich gut sortierten Supermarkt der Marina und einem vorbildlichen Ablegemanoever Aufbruch in Richtung Sibenik, Skradin, Flussmuendung des Krka. Je tiefer wir ins Tal hinterfahren, desto atemberaubender wird die Kulisse. Selbst unsere italienischen Motorbootfreunde, die im engen Fahrwasser mit einem Affenzahn an uns vorbeiziehen und unsere Sun Odyssey auf den Wellen tanzen lassen, tun dem Genuss keinen Abbruch (“‘s sind halt Italiener”, frei nach Nicki Lauda). Weitere Tagesereignisse: Bungyspringen von der 28m hohen Krka-Bruecke, Lukenreparatur, fest vor Buganker und Landleine vor Skradin, Abordnung zur Stadterkundung bleibt in Hafenkneipe haengen, Ersatz-Kuechenmannschaft (Franz, Michael, Astrid) zaubert ein 4-Gaenge-Menue allererster Sahne, Mondscheinromantik (Sterne, Rotwein, naechtliches Bad)
Hallo Ihr Schönwettersegler,
ich hoffe Ihr seid alle gut angekommen und übt euch nicht gerade im Flauteschieben. Eure Internetadresse habe ich natürlich an alle die ich so kenne weiter gegeben. Ich hoffe es war Euch recht. Mit Spannung warte ich auf Euren ersten Tagebucheintrag. Na dann immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.
Gruß Armin
Nach einer sternenklaren, vollmondigen Nacht sind wir nach einem erfrischenden Morgenbad zum Frühstuecken extra in den hintersten Teil zu den Skolj-Inseln gefahren – Morgengymnastik an Deck, Rühreier mit Speck, und gleich nochmal ins Wasser. Unsere Vorräte haben wir bei Tony, dem schwimmenden Kaufmannsladen, aufgebessert. 40,6 sm – teils unter Motor (Bier schmeckt kalt doch noch etwas besser), teils unter Segel (unser Blister ist gruen-gelb-weiss), teils treibend (10 kleine Nacktärsche wollten baden gehen), beeindruckende Klippen von Dugi Otok, 1. Anlegemanöver in der 5-Sterne-Marina Tribunj (einlaufende Jachten im 30-Sekunden-Takt) (Günter weiss jetzt auch, dass die Trefferquote, die Mooring am richtigen Ende stramm zu ziehen, lediglich 50 Prozent beträgt) (die sanitären Anlagen muten wie ein römisches Bad an). Das Abendprogramm: Kauf von Rotwein bei einer “Ur”-Kroatin, bei der Auswahl einer Konoba üben wir noch, der Verdunstungsgrad von Sljivovica ist in den Kornaten besonders hoch. Im übrigen: Wir genießen allabendlich geistlichen Beistand, tagsüber verbannen wir ihn allerdings ins Exil auf die Toilette. Suchmeldung: Wo ist eigentlich Penelope?
Alles geht schon viel einfacher, das Bordleben beginnt, sich einzuspielen, die Manöver lassen allmählich eine gewisse strukturierte Vorgehensweise erkennen. Wir erobern, durch die enge Passage nördlich bei Katina kommend, erste Teile des Kornaten-Archipels. In der Bucht Mir nahe des gleichnamigen Sees geben wir uns dem totalen Urlaubsfeeling hin: ausgiebiges Schwimmen, Schnorcheln, Dingi-Fahren oder eher – mit Daisy durch die Bucht röhren, Fritzens Schaukel-Hänge-Stuhl ist die absolute Schau, Waldspaziergang, Werner’s haute cuisine, Astrid’s Zirkusnummer, Ulla mit Schwimmweste und an langer Leine hinterm Schiff durchs kühle Naß. Nachtrag: Wir haben ein lebendiges Bordmaskottchen: Penelope, die Gottesanbeterin.
Hallo ihr Segler
Danke für den Tip mit der Internetseite, so kann man sich euren Trip besser vorstellen.
Ich wünsche euch ganz, ganz, ganz viel Spaß, viel Sonne und guten Wind.
Liebe Grüße Ulrike
Anreisetag! Aus aller Herren (Bundes)länder unter Nutzung unterschiedlichster Verkehrsmittel: Mit dem Flugzeug bis Split, mit einem Ford Galaxy, selbst ein 7 Jahre alter VW hat es bis Sukosan geschafft. Bei 40 Grad im eigenen Saft, im wohl klimatisierten tiefergelegten Lasten-Van, mit Exlusiv-Transfer vom Flug- zum Yachthafen. Non-Stop oder mit Unterbrechung in Rijeka zum First Class Frühstück, Provianteinkauf und Geldwechsel.
Es ist wieder kurz vor … viel zu spät, aber egal! Jetzt habe ich endlich Urlaub!
Gleich werde ich allen Mitseglern diesen Link mailen und mal sehen, wer noch online ist so spät, kann ja bei uns durchklingeln und seiner Begeisterung freien Lauf lassen.
Wen wir nicht mehr hören vor Kroatien – habt alle eine gute Anreise. Wir freuen uns auf Euch!
Liebe Grüße Astrid und Michael
Bald geht es los! Die ersten sind bestimmt schon am Koffer packen, die anderen habe noch ein paar Tage Zeit, bevor sie sich auch auf den Weg nach Kroatien machen. Wenn das Wetter so bleiben sollte, kann ich nur sagen: Sonnencreme, Sonnencreme und Sonnencreme!!
Also, dann allen viel Spaß, immer eine handbreit Wasser unterm Kiel und eine steife Brise!